J. S. Bach: Schwingt freudig euch empor  (BWV 36c)

Beluister de opnames van Peter Schreier.
Deze cantate die ten grondslag lag aan de latere kerkcantate BWV 36 met dezelfde titel (zie aldaar), werd, zoals men uit de tekst zou kunnen opmaken, ooit gecomponeerd als gelukwenscantate voor de verjaardag (Der Tag, der dich vordem gebar (5)) van een wat oudere leraar of docent, waarschijnlijk ergens in het voorjaar van 1725; dus in elk geval niet (zoals lang werd vermoed) voor de met Bach bevriende Johann Matthias Gesner (1691-1761) die in 1730 rector van de Thomasschule werd maar in 1725 nog niet oud genoeg was om den Silberschmuck des Alters [zu] tragen (4).
De muziek van de delen 1, 3, 5 en 7 keert terug in de overeenkomstige delen van BWV 36; een bespreking ervan laat ik hier achterwege. Van BWV 36c valt wel het zorgvuldige bouwplan op: een symmetrische structuur van drie aria's en vier recitatieven tussen een openings- en een slotkoor. Basaria (5) vormt het centrum en ook qua tekst (een triomfantelijk Es werde Licht!) en bezetting, het volledige strijkerskoor, het hoogtepunt in vergelijking met de belendende aria's (3) en (7) die zowel qua tekst (sanften Schritten, resp schwachen Stimmen) en bezetting (oboe d'amore resp viola d'amore) bescheidener zijn.
Het slotkoor is een uitgebreide dansvorm, een gavotte, die in de kerkcantate niet werd overgenomen; in het koor zijn drie recitatieven ingebouwd voor de drie vocale solisten waardoor dit koor op zichzelf weer een symmetrische structuur krijgt, met opnieuw de bas in het midden.
1. KOOR

Schwingt freudig euch empor und dringt bis an die Sternen,
Ihr Wünsche, bis euch Gott vor seinem Throne sieht!
Doch, haltet ein! ein Herz darf sich nicht weit entfernen,
Das Dankbarkeit und Pflicht zu seinem Lehrer zieht.
wordt BWV 36(b)/1
2. RECITATIEF (T)

Ein Herz, in zärtlichem Empfinden,
So ihm viel tausend Lust erweckt,
Kann sich fast nicht in sein Vergnügen finden,
Da ihm die Hoffnung immer mehr entdeckt.
Es steiget wie ein helles Licht
Der Andacht Glut in Gottes Heiligtum;
Wiewohl, der teuren Lehrerruhm
Ist sein Polar, dahin, als ein Magnet,
Sein Wünschen, sein Verlangen geht.

3. ARIA (T)

Die Liebe führt mit sanften Schritten
Ein Herz, das seinen Lehrer liebt.
Wo andre auszuschweifen pflegen,
Wird dies behutsam sich bewegen,
Weil ihm die Ehrfurcht Grenzen gibt.
wordt BWV 36(b)/3
4. RECITATIEF (B)

Du bist es ja, o hochverdienter Mann,
Der in unausgesetzten Lehren
Mit höchsten Ehren
Den Silberschmuck des Alters tragen kann.
Dank, Ehrerbietung, Ruhm,
Kömmt alles hier zusammen;
Und weil du unsre Brust
Als Licht und Führer leiten musst,
Wirst du dies freudige Bezeigen nicht verdammen.

5. ARIA (B)

Der Tag, der dich vordem gebar,
Stellt sich vor uns so heilsam dar
Als jener, da der Schöpfer spricht:
Es werde Licht!
wordt BWV 36(b)/5
6. RECITATIEF (S)

Nur dieses Einz'ge sorgen wir:
Dies Opfer sei zu unvollkommen;
Doch, wird es nur von dir,
O teurer Lehrer, gütig angenommen,
So steigt der sonst so schlechte Wert
So hoch, als unser treuer Sinn begehrt.

7. ARIA (S)

Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
Verkündigt man der Lehrer Preis.
Es schallet kräftig in der Brust,
Ob man gleich die empfundne Lust
Nicht völlig auszudrücken weiß.
wordt BWV 36(b)/7
8. RECITATIEF (T)

Bei solchen freudenvollen Stunden
Wird unsers Wunsches Ziel gefunden,
Der sonst auf nichts
Als auf dein Leben geht.

9. KOOR; RECITATIEF (S, T, B)

KOOR
Wie die Jahre sich verneuen,
So verneue sich dein Ruhm!

(T) Jedoch, was wünschen wir,
Da dieses von sich selbst geschieht,
Und da man deinen Preis,
Den unser Helikon am besten weiß,
Auch außer dessen Grenzen sieht?

KOOR
Dein Verdienst recht auszulegen,
Fordert mehr, als wir vermögen.

(B) Drum schweigen wir
Und zeigen dadurch dir,
Dass unser Dank zwar mit dem Munde nicht,
Doch desto mehr mit unserm Herzen spricht.

KOOR
Deines Lebens Heiligtum
Kann vollkommen uns erfreuen.

(S) So öffnet sich der Mund zum Danken,
Denn jedes Glied nimmt an der Freude teil;
Das Auge dringt aus den gewohnten Schranken
Und sieht dein künftig Glück und Heil.

KOOR
Wie die Jahre sich verneuen,
So verneue sich dein Ruhm!
wordt BWV 36b/8


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© Eduard van Hengel